Das Teutolab Robotik

Der Spieleklassiker Pong kehrt zurück
Schüler*innen des Max-Planck-Gymnasiums Bielefeld entwickeln Spielsysteme im Rahmen der Satellitenlabore des teutolab-robotik

Am 10.03.2020 wurden am Max-Planck-Gymnasium Bielefeld im Rahmen der Satellitenlabore kleine Projekte mit der Physical-Computing-Plattform von Arduino vorgestellt. Nachdem die Schüler*innen in den vorangegangenen Unterrichtsstunden erste Erfahrungen bzgl. des Zusammenbaus kleiner Schaltkreise und der Erstellung von Programmen sammeln konnten, schließt das erste Halbjahr der Satellitenlabore mit einer Projektphase ab. „Die Schüler und Schülerinnen schlüpfen während der Projektphase in unterschiedliche Rolle und arbeiten in verschiedenen Teams, um ihr gemeinsames Projekt zu verwirklichen. Die Satellitenlabore vermitteln damit nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern fördern auch die Team- und Kommunikationsfähigkeit der Schüler und Schülerinnen“, beschrieb Jonas Tillmann, wissenschaftlicher Mitarbeit des Osthushenrich-Zentrums für Hochbegabungsforschung an der Fakultät für Biologie (OZHB). Mit der Physical-Computing-Plattform von Ardunio wurden unterschiedliche Spielsysteme wie ein Basketballspiel oder der Spieleklassiker Pong entwickelt und natürlich auch getestet. Die Schülerdozent*innen, welche normalerweise die Schüler*innen der 5. und 6. Klasse unterrichten, wurden während dieser Phase zu Berater*innen der einzelnen Teams und unterstützten sie in der Realisierung ihrer Projekte. „Gerade die Abschlussphase gibt Aufschluss über die Wirksamkeit des didaktischen Konzeptes hinter den Satellitenlaboren, denn die Schülerinnen und Schüler müssen das Gelernte selbstständig anwenden, das große Projekt in Teilaufgaben zerlegen und in einer bestimmten Zeit ein fertiges Produkt präsentieren“, betonte Prof. Dr. Claas Wegner, Leiter des OZHB. Zudem sei es spannend zu beobachten, wie die Schülerinnen und Schüler in ihren Teams zusammenarbeiten und nach und nach ein fertiges Produkt entsteht, äußerte sich Jens Fischer, Lehrer am Max-Planck-Gymnasium Bielefeld. Die nötige finanzielle Unterstützung für die Realisierung des Projektes stellte die Osthushenrich-Stiftung bereit. „Wir freuen uns regionale Projekte wie dieses zu ermöglichen und zu unterstützen“, so Dr. Ulrich Hüttemann, der als Vorstandmitglied der Stiftung ebenfalls an der Demonstration der Projekte teilnahm.

MPG-Roboter belegt 3. Platz

Beim Roboterwettbewerb der Initiative Zukunft durch Innovation (ZDI) in Steinheim haben Arend, Benjamin, Ilayda und Marlon aus der 8e einen hervorragenden dritten Platz erreicht. Nachdem das Team nach zwei von drei Läufen noch auf dem zweiten Platz lag, mussten sie sich leider in der Finalrunde dem Team aus Steinheim geschlagen geben.

Ein gelungener Theaterabend zum Miträtseln

Am Donnerstag, den 30.01.2020 wurde zum zweiten Mal das Theaterstück „Das Haus der Mörder“ von der Theater AG des Max-Planck-Gymnasiums, geleitet von Frau Pullich, im Forum aufgeführt. In dem krimiartigen Stück geht es darum, den Mörder eines tot aufgefundenen Hausmeisters eines Wohnhauses ausfindig zu machen. Der Hausmeister wird zu Beginn des Stückes leblos von seinen Mieter*innen und einem Privatdetektiv aufgefunden. In …

„Früh übt sich“ – Laienreanimation im Fachunterricht

Implementierungsprojekt im Biologie- und Sportunterricht am Max-Planck-Gymnasium

Plötzlich bricht jemand zusammen und liegt regungslos da. Was tun, wenn dieser jemand keine Atmung mehr hat und eine Wiederbelebung benötigt? Am Max-Planck-Gymnasium in Bielefeld wurde am, 14. Januar ein aktuelles Projekt in Kooperation mit der Universität Bielefeld (Osthushenrich-Zentrum für Hochbegabungsforschung an der Fakultät für Biologie) und dem Franziskus Hospital (Klinik für Anästhesiologie) vorgestellt. Es erprobt und evaluiert wissenschaftlich, mit welchen Inhalten, Methoden und Medien sich das Thema Herzstillstand und Laienreanimation effektiv im Biologieunterricht umsetzen lässt. Prof. Dr. Claas Wegner von der Universität Bielefeld betont: Mit dem Projekt unterstützen wir einerseits das Modellprojekt „Laienreanimation“ des Landes und den Entschluss der Kultusministerkonferenz. Darüber hinaus arbeiten wir konkret an biologiedidaktischen Materialien und binden zukünftige Biologielehrkräfte in unseren Seminaren direkt ein. Jährlich schätzt man, dass in Deutschland über 50.000 Menschen einen Herzstillstand erleiden, geholfen wird von Zeugen aber nur in ca. 40% der Fälle.

Neue Schul-Sanis

Kurz vor den Herbstferien war es soweit. Nach einem Erste-Hilfe Kurs und einer einwöchigen Schulung erhielten die neuen Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter ihre Urkunden. Herzlichen Glückwunsch! Jetzt freuen sie sich, bei kleinen Verletzungen zu helfen und Reanimationsübungen für Klassen durchzuführen.

Kurzfilm-Projekt in Jg. 7

Viel Spaß beim Dreh von Kurzfilmen

7b nimmt am Videoprojekt im Rahmen der Videoaktionswochen des Bielefelder Senders „Kanal 21“ teil.

Schon zum 23. Mal finden die Videoaktionswochen von „Kanal 21“ statt, die sich in diesem Jahr rund um das Thema „Eine Welt, die mir gefällt“ drehen. Die 7b von Frau Gonsior und Frau Finke hat sich der Aufgabe gestellt, dazu Kurzfilme zu gestalten. Seit Beginn des Schuljahres arbeiteten fünf Schülergruppen begleitet von Frau Riepenhusen an der Entwicklung von Filmideen, die sich mit den Themen „Freundschaft“, „Umweltschutz“, „Gegen Armut“, „Gegen Gewalt in Familien“ und „Gegen Mobbing“ beschäftigten. Am Dienstag vor den Herbstferien war es dann soweit. Unterstützt von fünf Teamern durften die Kids einen Tag lang ihre Planung filmisch umsetzten. Als besonders spannend empfanden die Jugendlichen, selbst mit einer Profikamera filmen zu dürfen sowie anschließend die Filmszenen am Computer zu schneiden. Nun freuen sich alle auf die Premiere am 6. November im CinemaxX, bei der sie ihre Ergebnisse zusammen mit anderen teilnehmenden Schülergruppen Eltern, Geschwistern und Großeltern auf Großleinwand präsentieren.

10.10.2019, B. Gonsior

„Grimmskram“ mit der Theater-AG

Am 15.3.2019 spielte die Theater-AG der sechsten und siebten Klasse im Forum des MPG das Stück „Grimmskram“.

Das Stück wurde ausgewählt, nachdem Frau Pullich, die AG-Leiterin, den TeilnehmerInnnen drei verschiedene Stücke vorgestellt hatte und darüber abgestimmt wurde.

In den Proben gab es natürlich Gelächter, kleine Versprecher oder Text und sogar Szenen wurde(n) vergessen! Doch die Schülerinnen und Schüler haben jeden Freitag fleißig geübt. Vor dem Stück waren natürlich alle aufgeregt und manche hatten ein bisschen Lampenfieber. Doch beim Spielen merkten sie, dass es gar nicht so schlimm war, auch wenn sie sich mal versprachen oder den Text vergaßen.

Sie hatten sogar eine Souffleuse für alle Fälle. Am Ende hat das Publikum begeistert geklatscht und alle waren froh, dass es so gut geklappt hatte, obwohl das auch ein bisschen schade ist, weil es dann vorbei war.

Dieses Halbjahr hat sich die Theater AG um ein paar Kinder vergrößert, die „Grimmskram“ gesehen hatten und deswegen unbedingt in die AG wollten.

Bobby Car Solar Cup: Auftakt 2019

Bobby Solar Cup 2019: Macher-Gen trifft Forschergeist
Wir freuen uns, auch in diesem Jahr wieder mit dem MPG am Bobby Car Solar Cup teilzunehmen und durften zwei Schüler (Nikolaus Arens, Johannes Brune) stellvertretend für das ganze diesjährige Team zum Auftaktgespräch in die WissensWerkStadt Bielefeld schicken.

Die Projektleiterin Monika Pieper von Energie Impuls OWL machte die Intention des Wettbewerbs deutlich:
„In Kooperation mit Unternehmen haben die Jugendlichen die Aufgabe, ein Rennfahrzeug auf Basis des Bobby Cars zu bauen, welches von Solarenergie elektrisch angetrieben wird. Während dieser Herausforderung erfahren sie, wie sich die eigene Kreativität mit der Erfahrung, Fachwissen und technischen Möglichkeiten der Unternehmen verbindet und ein reales Renngespann entstehen lässt. Wir setzen auch auf zusätzliche Unterstützung aus Design-, Marketing- oder Wirtschaftsberufen. So entdeckt jeder seine Talente und erlebt viele verschiedene Berufsfelder zur Orientierung für die eigene berufliche Zukunft!“

Nun wartet das Team auf die Übergabe des Bausatzes am 25. März, um mit dem Bau des solarbetriebenen Bobby Cars für das Rennen am 15. September beginnen zu können und freut sich auf arbeitsreiche und spannende Wochen des Tüftelns, bei welchem uns unser Kooperationspartner (Böllhoff) unterstützen wird.

Stratoflight – Das MPG im All

Das Max-Planck-Gymnasium hatte dank der Partnerschaft mit ExperiMINT die Chance, eine Sonde an den Rand des Weltraums zu schicken. Einige an Physik interessierte Schüler durften mit den Gründern der Firma Stratoflights eine Sonde bauen und bekamen vertiefte Einblicke auf verschiedenste Naturphänomene. Mir war klar, dass ich dort mitmachen würde, denn das Projekt bietet viele Möglichkeiten sich weiter zu entwickeln und neues Wissen anzusammeln.
Letztendlich waren es 18 Schüler, gemischt aus allen Physikkursen der EF, die am Bau der Sonde teilnehmen wollten. Keiner von uns konnte sich so recht vorstellen, wie wir eine Weltraumsonde bauen sollten oder was wir außerdem noch lernen würden. Es hieß nur, dass wir einen Ballon steigen lassen würden. Diese Ungewissheit wurde mir und allen anderen gleich am Montag, dem Starttag des viertägigen Projekts, genommen, denn uns wurden die drei Gründer der Firma Stratoflights zur Seite gestellt, welche uns eine umfangreiche Einführung gaben. Diese hatten die Idee als Studenten und traten schon häufig deswegen in Fernsehshows auf. So bekamen wir eine Einführung und erste Aufgaben, wie zum Beispiel eine mögliche Weltraumsonde zu skizzieren, doch noch hatte keiner eine funktionsfähige Sonde auf das Papier gebracht. Uns wurden Inspirationen gezeigt und genaue Kriterien für den Bau gegeben. Außerdem haben wir dank eines Programms den ungefähren Landeort bestimmt. Das Programm erfasst die Winde auf verschieden Höhen und rechnet so ein vages Ergebnis aus.
Am Folgetag war der Tag des Baus, da die Sonde am Mittwoch in die Höhe steigen sollte. Wir hatten die Auswahl an viel Material, doch meine Gruppe entschied sich wie alle anderen für Styropor, da dieses sehr leicht ist. Je mehr Gewicht die Sonde hat, desto niedriger wird sie steigen. Mit etwas Mathematik rechneten und schnitten wir Flächen aus, die später die Außenwände waren. Jedoch bekamen wir auch die Aufgabe, zwei Kameras, drei GPS-Tracker, zwei Powerbanks und ein Messgerät für die Höhe, Temperatur und den Druck mit einzubauen. Nach fünf Stunden, vielen Bauarbeiten und zwischen den Gruppen gegenseitige Protzerei waren die Sonden soweit, um wie wir erfuhren bis in die Astenosphäre, also ungefähr 36 000 Meter, hochzusteigen. Jedoch ist pro Ballon nur Platz für eine Weltraumsonde, weswegen in einem umfangreichen Test die beste Sonde aus vier Gruppen auserkoren wurde. Unsere ist es nicht geworden, da wir 100 Gramm über der Gewinnersonde lagen und somit etwas zu schwer waren. Die Enttäuschung von einem Tag Arbeit um Sonst wurde von der Vorfreude auf den Aufstieg am nächsten Tag übertönt.
In Eiseskälte montierten wir den Ballon an die Sonde und bereiteten den Aufstieg für die erste Pause vor, damit alles reibungslos abläuft. Der große Ballon wurde mit Helium gefüllt, welches Aufgrund der geringeren Dichte als die Luft aufsteigt. Da der Luftdruck auf einer Höhe von 36 000 Metern extrem gering ist, platzt der Ballon und die Sonde fällte wegen der Schwerkraft wieder zurück auf die Erde. Wir haben uns alle sehr gefreut, dass so viele Schüler zu diesem Spektakel kamen und der Anmoderation zuhörten. Laut der Voraussage des Programms käme der Ballon in der Nähe von Versmold circa drei Stunden nach dem Start wieder auf die Erde. Da sich der Fallschirm jedoch mit dem Ballon verhakte und sich nicht richtig öffnete, fiel die Sonde mit einer höheren Geschwindigkeit wieder auf die Erde, welches alle Berechnungen zunichtemachte und die Sonde kam an einem anderen Ort an. Dank der eingebauten GPS-Tracker war es eine Leichtigkeit den Standpunkt der Sonde zu ermitteln. Wir fuhren zu den angezeigten Koordinaten und sammelten die leider von dem Aufprall zerstörte Sonde ein. Die Geräte waren größtenteils unbeschädigt, nur bei einer GoPro brach der Bildschirm. Auswirkungen auf die beeindruckenden Bilder, welche die Kameras aufgenommen haben hatte dies nicht, denn die Speicherkarte war unbeschädigt.
Die Daten haben wir am letzten Tag der Projektwoche mithilfe eines von Stratoflights entwickeltem Programm ausgewertet und in Diagrammen veranschaulicht dargestellt bekommen. Überraschend war, dass die Temperatur nachdem der Ballon die Ozonschicht durchquerte wieder von -52 °C auf Plusgrade anstieg. Nach einiger Recherche wussten wir, dass die Ozonschicht die absorbierten UV-Strahlen in Wärme umwandelt, was für die Plusgrade sorgt. Unsere Sonde hatte eine Höchstgeschwindigkeit von 102 km/h, nämlich unmittelbar nachdem der Ballon geplatzt war. Zwischendurch war die Weltraumsonde nur 5 km/h schnell, wahrscheinlich dann, als ein unpassender Wind auf sie einwirkte. Nun mussten wir das in den Tagen erlernte auf Plakaten wiedergeben und vortragen. Die Plakate und Messdaten sind im Foyer ausgestellt.
Mich freut es sehr, dass ich die Chance bekommen habe an einem so interessanten Projekt teilzunehmen, weil ich viel gelernt habe und sehr viel Spaß hatte. Ich empfehle es weiter und hoffe, dass die nächsten Jahrgänge auch eine Sonde an den Rand des Weltraums schicken können.
(Veit Störmer)