Wettbewerb „Frauen in MINT“
Die Entdeckung der DNA wird meistens mit den Personen James Watson und Francis Crick assoziiert. Betrachtet man die Geschichte der Kernspaltung wird an Otto Hahn gedacht. Bei näherer Recherche stößt der Suchende jedoch auf zwei andere Entdeckerrinnen: Rosalind Franklin und Lise Meitner. Rosalind Franklin war die eigentliche Entdeckerin der DNA. Man war in ihre Labore eingebrochen, um ihre Forschungsarbeiten lesen zu können und diese anschließend hinter ihrem Rücken und ohne die Erwähnung ihres Namens zu veröffentlichen.
Lise Meitner gestaltete die Entdeckung der Kernspaltung maßgeblich mit. Denn selbst wenn sie nicht zu Zeiten des Nazi-Regimes in Deutschland forschen konnte, so beriet sie sich über Briefe mit ihrem alten Kollegen Otto Hahn und schlussfolgerte letztendlich die Kernspaltung. Doch der Gesellschaft bleiben nur die Namen der männlichen Nobelpreisträger hängen, welche bevorzugt wurden, ohne die beiden Damen auch nur zu erwähnen.
Die eigentlichen Forscherinnen und Entdeckerinnen werden hierbei außen vorgelassen. Sie wurden nicht mir einer Silbe und mit keinem Wort in den Veröffentlichungen der Nobelpreisträger wie die von James Watson, Francis Crick und Otto Hahn erwähnt.
So wie Rosalind Franklin und Lise Meitner ging es vielen Frauen, welche in der Wissenschaft Entdeckungen machten. Frauen wurden und werden, wenn auch nicht im gleichen Ausmaß, diskriminiert und übergangen.
Der „Frauen in MINT“ Wettbewerb in Nord-Rhein-Westfalen am Max-Planck-Institut in Köln soll genau auf solche Frauen aufmerksam machen. Dabei erarbeiteten die Teilnehmer Poster, Videos oder Podcasts zu den Forscherinnen und ihren nie gewürdigten Errungenschaften. Jedoch konnten alle, welche selbst die Welt positiv verändern wollten, eine eigene Erfindung einreichen.
Diese Beiträge wurden am 10 Juli 2026 am Max-Planck-Institut in Köln gewürdigt und vorgestellt. Die eingereichten Beiträge des Max-Planck-Gymnasiums mit Unterstützung von Frau Schmedding haben folgende Preise gewonnen:
Ariana und Atisha Broclawski gewannen in der Kategorie „Klasse gemischt“ mit dem Podcast „Ein Mélange-Talk“ den ersten Preis. In ihrem Podcast ging es um einen fiktiven Generationsdialog zwischen Rosalind Franklin und Lise Meitner. Sie tauschten sich über ihre Hürden und Herausforderungen aus, welche sie überwinden und denen sie sich stellen mussten, um wie Männer an Universitäten forschen zu können.

