Wie sieht der Alltag in Brüssel aus und wie sicher ist Europa eigentlich? Diesen und vielen weiteren Fragen stellte sich am heutigen Montag die CDU-Europaparlamentsabgeordnete Verena Mertens am Max-Planck-Gymnasium in Bielefeld. Gut zwei Stunden lang stand sie dem gesamten 9. Jahrgang Rede und Antwort.
Von der Kriminaldirektorin nach Brüssel
Eingangs gab Mertens den Schülerinnen und Schülern einen persönlichen Einblick in ihre Biografie. Die gelernte Juristin und ehemalige Kriminaldirektorin schilderte ihren Werdegang und erklärte,
wie ihre Erfahrungen in der inneren Sicherheit sie letztlich in die europäische Politik führten. Diese
Bodenhaftung war in der anschließenden Diskussion deutlich spürbar, als sie die teils komplexen
Abläufe der parlamentarischen Arbeit transparent machte.
Sicherheit und globale Abhängigkeiten
Ein Schwerpunkt der Debatte war die aktuelle Sicherheitslage der EU. Angesichts globaler Spannungen diskutierten die Neuntklässler intensiv mit der Abgeordneten über die militärische und digitale Souveränität Europas. Mertens betonte dabei, wie wichtig es sei, die Abhängigkeit von
Drittstaaten – etwa bei Energie oder kritischen Technologien – zu reduzieren.
In diesem Kontext kam auch das umstrittene MERCOSUR-Abkommen zur Sprache. Hier erläuterte Mertens die schwierige Balance zwischen notwendigen neuen Handelspartnerschaften und der
Einhaltung europäischer Umwelt- und Sozialstandards.
Offener Austausch über komplexe Krisen
Auch hochsensiblen Themen gegenüber zeigte sich die Politikerin offen. So nahm Mertens auch
Stellung zum Konflikt zwischen Israel und der Hamas. Sie verdeutlichte die Position der EU und
die Herausforderung, in einer emotional aufgeheizten Weltlage diplomatische und humanitäre Lösungswege zu finden.
Für die Schülerinnen und Schüler des MPG war der Vormittag eine wertvolle Lektion in Sachen
politischer Bildung und Europäischer Union.



