Hundebesuch im Biologieunterricht

Bereits seit einigen Wochen haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5B mit dem Thema „Vom Wildtier Wolf zum Haustier Hund“ beschäftigt und sich dabei sowohl mit Vorkommen und Verhalten der wilden Vorfahren als auch mit der Züchtung und der artgerechten Haltung unserer Haushunde auseinandergesetzt.

Zum Abschluss stand der heißersehnte Hundebesuch von zwei ausgebildeten Besuchshunden des Malteser-Hundebesuchsdiensts Warendorf auf dem Programm. Die 6 Jahre alte Laika und die 9 Monate alte Toska, beides Vertreterinnen der Rasse Bolonka Zwetna, kamen mit ihrer Besitzerin Gudrun Folker in den Biologieunterricht und sorgten für eine lebhafte Abwechslung.

Im Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern diskutierte und erklärte Gudrun Folker zunächst die wichtige Rolle, die die beiden „Miniwölfe“ bei Besuchen in Altersheimen, bei der Arbeit mit Behinderten und bei Besuchen in Schulen und Kindergärten haben. Die Hunde werden dafür von Hundetrainern ausgebildet, Grundgehorsam ist dabei Voraussetzung, außerdem dürfen die Hunde nicht ängstlich oder schreckhaft sein.

Geeignet sind vor allem Hunderassen, die ein freundliches Verhalten zeigen, sich gerne streicheln lassen und bei Menschen keine Angst auslösen. Besonders beeindruckte es die Schülerinnen und Schüler, dass Toska und Laika sogar „zweisprachig“ erzogen sind. Es kann beim Einsatz von Besuchshunden nämlich von Vorteil sein, wenn gesprochene Kommandos durch Handzeichen unterstützt oder sogar ersetzt werden können. So können auch Menschen mit sprachlichen Defiziten mit diesen Hunden kommunizieren.

Die positive Wirkung der Hunde auch auf die Fünftklässler war nicht zu übersehen. Mit großer Begeisterung beobachteten die Schülerinnen und Schüler die Hunde auf dem Schulhof bei Gehorsamsübungen und Spielen und durften sich auch selbst einmal als Hundeführer versuchen. Die beiden kleinen Hunde genossen die vielen Streicheleinheiten und Aufmerksamkeiten. Vielen Kindern fiel der Abschied am Ende der Stunde schwer und das Thema Familienhund wurde vermutlich am einen oder anderen Abendbrottisch erneut diskutiert.