Die EU zu Gast am MPG

Einmal MPG – Brüssel und zurück: Die EU zu Besuch am MPG

Der EU ein Gesicht geben – das war das Ziel einer Gesprächsrunde zwischen 35 Schülerinnen und Schülern des Max-Planck-Gymnasiums und Dr. Marion Simm, „Senior Legal Counsellor“ im Juristischen Dienst des Rates der EU und ehemalige Schülerin des Max-Planck-Gymnasiums. Die Schülerinnen und Schüler der Leistungs- und Grundkurse Französisch sowie des Grundkurses Sozialwissenschaften der Q1 hatten dabei die Gelegenheit, sehr persönliche Einblicke in die Arbeitsweise der EU zu gewinnen.

Nach einer kurzen Kennenlernphase, in der auch das Volleyballspielen am MPG und der Sieg der Arminia am Tag zuvor eine Rolle spielten, war zunächst die Frage nach dem Weg spannend: Vom Max-Planck-Gymnasium in die EU, von Bielefeld nach Brüssel – wie geht das eigentlich? Frau Simm gab bereitwillig Einblick in ihren Werdegang: vom Studium in Bielefeld, aber auch in Lausanne und Brügge, über Praktika in EU-Einrichtungen bis hin zum großen Concours. Ein Jahr vor dem Abitur waren das interessante Perspektiven für die Schülerinnen und Schüler des MPG.

Im anschließenden Planspiel wurden die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv und schlüpften in unterschiedliche Rollen, etwa die von Kommissionsvertretern, dem Präsidenten des Rates der EU oder den Vertretern einzelner Länder. In der simulierten Ausschusssitzung tauschten sie sich zu komplexen Fragen der Umweltpolitik aus, erlebten den nicht immer einfachen Weg hin zu einer gemeinsamen Position – und lernten zugleich den komplizierten Abstimmungsmodus innerhalb der EU kennen.

Besonders überrascht hat die Jugendlichen dabei die konstruktive und sachliche Art der Zusammenarbeit im Rat der EU. Ebenso spannend war die Überlegung, dass Vertreter eines Binnenlandes auch einmal strategisch für bestimmte Fischfangquoten stimmen, um sich bei späteren Abstimmungen der Unterstützung anderer Länder sicher sein zu können. Marion Simm zeigte sich erfreut über das Interesse und die kritischen Nachfragen der Jugendlichen.

Für einige Schülerinnen und Schüler war das sicher eine besondere Motivation, Fremdsprachen und politischen Diskussionen noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken – Brüssel und Straßburg scheinen auf einmal gar nicht mehr so fern!